Vergleiche dich

17. Vergleiche dich

Sie greift wie ein Virus um sich. Die Zufriedenheit. Die kommt daher, dass viele Menschen heute vergessen, sich mit anderen zu vergleichen. Du solltest aber, um deine Umwelt sinnerfassend erfahren zu können, alles in Relation zueinander setzen. Es ist ein unverzeihlicher Fehler, von „groß“, oder von „gut“, von „schön“ oder „angenehm“ als absoluten Begriffen zu sprechen – und sich zufrieden zurückzulehnen. Das muss alles hinterfragt und quantifiziert werden.

Es besteht sonst die Gefahr, dass du einer falschen Zufriedenheit aufsitzt. Zum Beispiel wenn du happy bist mit deinem Smartphone, kann es ja sein, dass dein Gegenüber im Bus ein neueres Modell hat. Wenn du dich nicht vergleichst, fällt dir das gar nicht auf. Der Drang, dein eigenes angeekelt aus dem Fenster zu werfen, entsteht leider gar nicht. Oder dass dein Nachbar ein größeres Haus hat, aber eine kleinere Nase. Gemein. Oder dass deine Urgroßmutter mehr verdient als du, obwohl sie nicht mal mehr lebt… Entgeht dir alles vor blinder Zufriedenheit.

Nur das Vergleichen, einfach alles in „da bin ich besser“ und „da bin ich schlechter“ zu unterteilen, schützt dich. So kannst du augenblicklich aufhören, zufrieden zu sein. In einer plötzlichen Erleuchtung erkennst du das grünere Gras auf der anderen Flussseite und trittst dein eigenes mit Füßen. Endlich unzufrieden begreifst du: Wer immer nur mit dem glücklich ist, was er hat, wird ewig nur glücklich bleiben.

 

 

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